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By Martin Kriele

Dieses Buch vermittelt die theoretischen und geschichtlichen Grundlagen des demokratischen Verfassungsstaates, von denen her unser öffentliches Recht zu verstehen und zu interpretieren ist. Es betont den Einfluß des angelsächsischen Verfassungsdenkens auf den demokratischen Verfassungsstaat der Neuzeit und verteidigt die Rechtsgrundlagen unserer politischen Ordnung gegen marxistische, autoritäre und ökonomistische Fehldeutungen" . . . ist ein vorzügliches Buch . . . Gedanklich wie sprachlich ist es von seltener Klarheit. "Frankfurter Allgemeine Zeitung

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Hat der Kritiker die Grunde fur diese Institutionen nicht verstanden, so besteht die Gefahr, daIS er eine Institution zerstort, fUr die gute Grunde sprechen, und daB er auf diese Weise nicht Fortschritt, sondern Ruckschritt bewirkt. Das ist das fatale Schicksal der Bewegungen, die mit groBer Oberzeugung, aber geringem Wissen an die Anderung oder Auflosung von Verfassungsinstitutionen herangehen, die in Jahrhunderten erstritten worden sind und fur die Grunde sprechen, die die Kritiker ubersehen.

Dies war ein sehr konkretes Problem, dessen praktische Bedeutung den «Politiques» vor Augen stand, zumal nach der Bartholomausnacht. Die «Politiques» waren sich des unheimlichen Risikos, das sie eingingen, wohl bewugt. Die Theorie der Souveranitiit bedeutete fiir sie deshalb keineswegs eine Sicherung gegen den konfessionellen Biirgerkrieg, sondern lediglich eine Chance, zum konfessionellen Frieden zu kommen, und zwar nach der Lage der Dinge die einzige Chance. Es handelte sich urn ein Kalkiil von Chance und Risiko: Man ging bewugt das Risiko der Tyrannei ein, urn die Chance des Friedens zu gewinnen.

Durch mangelnde Einsicht in Realbedingungen und Realvoraussetzungen gekennzeichnet. Es gibt in der Philosophie freilich auch Verteidiger der Unvernunft. Man kann wie Kallikles theoretisch dafur pladieren, daB sieh immer der physisch oder der wirtschaftlich Starkere durehsetzen solIe oder daB uberhaupt alles erlaubt sein kanne, schlieBlich auch dafur, daB gegen atomare, bakteriologi43 sche oder chemische Menschheitskatastrophen und gegen den allgemeinen Weltuntergang nichts einzuwenden sei. Derartige Theorien gibt es auf jeder Stufe des intellektuellen Niveaus: yom Jugendlichen, der sich gegen die biirgerliche Berufstatigkeit seines Vaters auflehnt, im Vertrauen darauf, daIS dieser sich dlivon nicht beeindrucken lasse, sondern trotzdem fiir die wirtschaftlichen Existenzgrundlagen seiner Kinder sorgen werde, bis hinauf zu Nietzsche, den seine korperlichen Gebrechen schon mit 30 Jahren zum Beamtenpensionar werden lieISen und der im Vertrauen auf die zuverlassigen Zahlungen der eidgenossischen Pensionskasse den Vitalismus des Obermenschen pries und die biirgerlichen Tugenden der Schweizer verhohnt'e.

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